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2020 Lebensraum Feld und Wald

Unsere Postkartenserie beschäftigt sich im Jahr 2020 mit dem Thema "Lebensraum Feld und Wald". Von Januar bis Dezember liegen in allen Filialen jeden Monat neue, kostenlose Postkarten mit Aquarellen von Rita Mühlbauer aus.

Mehr über die Aktion "Die Hofpfisterei schützt die Natur"Über die Künstlerin
Rita Mühlbauer

01 Haubenmeise

02 Waschbär

03 Haselwurz

04 Baumfalke

05 Gemeiner Löwenzahn

06 Hirschkäfer

07 Roter Fingerhut

08 Heidelbeere

09 Taubenschwänzchen

10 Teichmolch

11 Orange-Becherling

12 Misteldrossel





Felder - als Lebensraum für freilebende Tiere und Pflanzen scheinen hierfür nicht geeignet zu sein. Der jährliche Umbruch des Bodens, die zahlreichen Eingriffe der Bewirtschaftung und dann die Ernte verursachen starke Störungen, bei denen es für die meisten Arten schwer ist, damit zurechtzukommen. Tatsächlich sind Felder - über dem Boden - verglichen mit anderen Lebensräumen, eher artenarm.

Aber, für eine reihe von Arten stellen Felder trotzdem einen wichtigen Lebensraum dar. Im Winter und Vorfrühling gibt es einerseits Felder mit Wintersaaten mit lichtem Grün und andererseits gebrochene nackte Erde, die erst im Frühling vom Landwirt bestellt wird. Die Jungpflanzen der Saaten beweiden Wildgänse, Rehe, Rebhühner und Schwärme von Finkenvögeln. Die Furchen der Ackerschollen nutzen Hasen zur Tarnung und als Windschutz.

Ende Februar/Anfang März laufen die Rammler hinter den Häsinnen her. Die Wildgänse verlassen wieder unsere Feldflächen. Im März kommen Scharen von Staren aus den Winterquartieren und die ersten Kiebitze kommen zurück. Sie vollführen akrobatische Balzflüge auf den Feldern. Anfang April kann man die ersten Gelege finden. Diese Zeit ist sehr kritisch, weil mit dem Winterende eine intensive Feldbearbeitung einsetzt. Traktoren und Maschinen gefährden die Gehege von Kiebitz, Feldlerche sowie Junghasen - viele fallen ihnen zum Opfer. Mit fortschreitender Jahreszeit und steigenden Temperaturen nimmt die Häufigkeit der Vögel auf den Feldern eher ab. Es verbleiben nur die Brutvögel wie die Feldlerche, das Rebhuhn, die Grauammer und die Wachtel.

Als erste Getreideart wird die Gerste geerntet. Das ist eine gute Zeit für Hasen und Tauben, für Fasane und Rebhühner, weil sie in den warmen Stoppelfeldern reichlich Körnernahrung finden.

Der eigentliche Ernteschock setzt dann mit der Weizen- und Roggenernte ein. Schnelle Mähdrescher sind pausenlos bis in die Nacht hinein im Einsatz. Deckung und Wohnplätze der Wildtiere verschwinden. Sie müssen sich ganz plötzlich auf eine gänzlich veränderte Struktur ihrer Wohngebiete einstellen. Die abgeernteten Felder bieten reich- lich Nahrung. Der Zustrom der Gast- vögel setzt wieder ein. Mäusebussard, Turmfalke, Fuchs und Hermelin ge- langen wieder leichter an ihre Beute. Finkenvögel und Stare ziehen in großen Scharen über das Land. Im August/September setzt der Vogelzug wieder ein und es dauert noch bis zum Oktober/November bis die charakteristischen Wintervögel ankommen, die Saatkrähen und Dohlen aus dem Osten.

Die neuen Wintersaaten keimen und bereiten die Winternahrung vor, während im Boden ab- und umgebaut wird. Im Humus entstehen die wertvollen Stoffe für neues Wachstum im Frühjahr. Auf den Feldern bestimmt der wirtschaftende Mensch, welche Pflanzen wachsen dürfen oder sollen. Er trägt aber auch die Verantwortung dafür, welche Schäden er durch sein Tun in der Natur verursacht.

Unsere moderne Kulturlandschaft steckt leider voller Probleme, die längst Fragen ersten Ranges zur Nachhaltigkeit unserer Lebensräume geworden sind.

Ich grüße Sie herzlich,
Ihre Margaretha Stocker

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"Lebensraum Hecke und Feld"
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"Lebensraum Wiese und Feld"




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